Bericht: LAVERDA Track Day in Dijon
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Urs Hunkeler |
LAVERDA Track Day III – V An der GV im März 08 wurde entschieden, dass dieser Anlass als einziger "offizieller" LCS Track-Day im offiziellen Programm verbleiben soll. Die im Vorfeld zugesagte Organisation für eine gemeinsame Anreise kam nicht zustande. Auch Anmeldungen für eine aktive Teilnahme durch LCS’ler blieben gänzlich aus. Einzig Stefan Huber und Frank Baur, welche bereits an anderen durch den LCS angebotenen Trainings mitgemacht hatten, haben Spass am Fahren mit Gleichgesinnten. Daher haben sie sich auch wieder angemeldet. Leider zog sich Frank dann auf der Rückreise vom Treffen des LCF (Laverdaclub de France) in den Savoyen eine Schulterverletzung zu, welche seinen Einsatz verunmöglichte. Hier ist dann Arwed Bufe kurzfristig als Ersatz eingesprungen. Da dieser aber zu der Zeit bereits mit der Familie in Frankreich im Urlaub war, habe ich ihm angeboten, seine "KaLaverda" mit meinem Bus nach Dijon mitzubringen, so dass er dann samstags und sonntags fahren könnte. Also habe ich bereits am Mittwoch, 9. Juli meinen alten, treuen MB 309D vollgepackt und bereit gemacht, mit dem Wissen, dass dieser LCS-Anlass vermutlich eher spärlich besucht sein würde. Auch das kurzfristige Angebot per Mail noch einen LCS-Kollegen per Bus mitzunehmen, falls erwünscht, verhallte ungehört. Also startete ich am Donnerstag bei bestem Sommerwetter, nach der Arbeit mit der Fahrt über Basel nach Dijon Prenois. Um ca. 23 Uhr traf ich da ein und fand auch kurz darauf den Standplatz von Stefan, welcher mit seinem Kumpel Volker mit einem grosszügigen Ford Kleinlaster anreiste und gerade am Aufstellen und Einrichten war. Nach einem kleinen Begrüssungsbier gings dann ans Ausladen und Einrichten. Der Platz am Ende der Boxengasse schien i.O. und Strom war auch in der Nähe. Schon bald sassen wir unter unseren Pavillon-Zelten und machten es uns gemütlich.
Am Freitag morgen wurden wir von der kräftigen Morgensonne geweckt, ab 8 Uhr ging es dann zur Papier und Motorradabnahme. Hier war die Organisation noch verbesserungsfähig, da keiner so genau wusste was es wo gibt. Die Abnahme der Maschine nur mit Nummer, die gibt es aber oben. Oben hiess es zuerst, bei ausgefülltem Anmeldeformular direkt zur Maschinenabnahme...
Später kam von Arwed noch ein SMS, er liege mit Sommergrippe im Bett und könne leider nicht kommen. Da ich seine Maschine als Ersatz nutzen konnte, habe ich diese wenigstens nicht ganz umsonst mitgenommen (obwohl nicht mal geputzt!). Am Samstag war dann ideales Wetter zum Fahren, es blieb den ganzen Tag trocken und war nicht allzu heiss. So hat es dann richtig Spass gemacht. Zwischen den Einsätzen habe ich immer wieder an der Bimota gearbeitet. Beim zweiten Versuch mit neuen Reifen am Nachmittag musste ich dann leider feststellen, dass sich die Bimota als LAVERDA fühlte und erst drei auf Zylindern arbeiten wollte. Also noch mal viel zerlegt, den exotischen 18 mm Kerzenschlüssel im Fahrerlager gesucht. Die Zündung war i.O., also wurden halt die Vergaser zerlegt und überprüft. Hier fanden sich dann auf dem rechten Zylinder aussen auch ein Fehler, zusätzlich musste ich feststellen, dass die Drosselklappen nur ca. 45° anstelle von 90° geöffnet werden konnten. Da hat es der Mechanikus wohl zu ernst genommen und vermutlich gedacht, dass man das Teil besser etwas drosseln sollte. Also alles in Ordnung gebracht und wieder montiert, das Federbein noch mit etwas mehr Vorspannung versehen. Natürlich Probelauf, alles i.O., nun klang es auch wieder nach 4 Zylinder und nicht fast wie eine 180° 1000'er Laverda. Alles also super gerichtet für den Einsatz am Sonntag. So konnte ich mich anschliessend wieder dem gemütlichen Teil mit Speis und Trank widmen. Die beiden ersten Tage standen daher unter dem Motto, Bimota geschraubt, Kawasaki gefahren… ;-) Natürlich traf man wieder einige bekannte Gesichter auf dem Rennplatz, vom Bimota-Club, aus Ducatikreisen, oder andere aus dem Reigen der Ringfahrer sowie von anderen Anlässen. Auch Ex LCS’ler Lino schaute kurz rein, da er mit dem ASR Kawa Team Vorort war. Der Sonntag startete wieder mit herrlichem Sonnenschein, doch als ich 5 min vor dem Start die Bimota anlassen wollte, war dann auch noch die Batterie leer...
Schei..., das Ding will einfach nicht gefahren werden. Die Kollegen halfen anschieben, so klappte es dann doch noch. Suuuper für ein fast 20-jähriges Motorrad, kann man doch noch ganz schön mitfahren. Macht wieder richtig Spass.
Schön, die Bimota und ich haben nach längerer Zeit wieder zusammen gefunden.
Dass Wetter allerdings machte nicht mehr so toll mit. Kurz nach 11 Uhr schüttete es erneut wie aus Kübeln und in kurzer Zeit hatten wir wieder einen Bach mitten durch unser Zelt. Die Temperatur viel innerhalb von einer Stunde von 26 auf 13 Grad. Dies war auch der Grund, warum etliche Teilnehmer dann schon zusammen packten.
Wir dachten zwar auch nicht, dass es wieder trocken würde, doch warteten erstmal ab. Denn der Abbau im heftigen Regen macht auch keinen Spass. Ich konnte ab 15 Uhr gemütlich einräumen und habe mich dann um ca. 17 Uhr auf den Heimweg gemacht. So dass ich um ca. 22:45 in Wängi war, zwar müde, aber um eine schöne Erinnerung reicher. ...der erste offizielle LCS-Anlass mit nur einem einzigen Teilnehmer, womit nun auch dieser Negativ-Rekord gebrochen wurde. Urs Hunkeler (Autor, Organisator, Teilnehmer, Fotograf, technischer Support, Logistik, Catering, ...) |