LCS - Erinnerungen

Herbstausfahrt in den Jura

Samstag, 3. Oktober bis Sonntag, 4. Oktober 2026
Text: Thomas Amiet, Fotos: Thomas Amiet und Giorgio Strehler


Die Herbstausfahrt 2026, welche von Andy Weber organisiert und geleitet wurde, führte uns in den schönen schweizerischen und streckenweise auch durch den französischen Jura. Treffpunkt war am Samstag, 3. Oktober um 09:00 Uhr im Café Wälchli in Rothrist. Der Weg führte uns bei schönem Wetter durch die «Tüüfelschlucht» und über den «Oberen Hauenstein» nach Langenbruck. Dann weiter nach Büsserach, Bärschwil ins Laufental. Zu diesem Zeitpunkt begann Dominiks OR Atlas bereits zu stottern und sie verlor an Leistung. Dominik und Florian versuchten dann zu zweit, den Weg Richtung Soubay, wo der Mittagshalt geplant war, fortzusetzen. Der Rest der Gruppe fuhr weiter via Lucelle, St. Ursanne, Epauvillers nach Soubay ins «Restaurant de Clairbief». Dort trafen wir auf Arwed mit Rolf, die mit dem Gespann anreisten und Urs Hunkeler mit Renata. Glücklicherweise trafen auch Florian und Dominik mit der waidwunden Atlas ein, die zeitweise gute Phasen hatte und ihren Dienst versah. Nach dem Mittagessen ging es weiter durch den französischen Jura. Allerdings musste das Gespann von Arwed nach jedem Stopp angeschoben werden, da die Batterie im Eimer war. Die Gruppe mit Arwed, Rolf, Markus und Thomas fuhr streckenweise über die kleinsten Waldwege, wo ein Umkehren mit dem Gespann völlig unmöglich war und wo «die Füchse und Hasen einander gute Nacht sagen». Man stellte sich die Frage, ob Arwed an seinem Navi das Profil «Bergwanderweg» angewählt hatte. Nach einem Tankstopp musste nun auch Markus’ 1200er mit leerer Batterie angeschoben werden. Schliesslich erreichten alle gegen Abend glücklich die «Auberge Le Moulin du Plain» direkt am Ufer des Doubs in der Nähe von Goumois. Auch die beiden Atlas schafften es irgendwie. Nun begann die verzweifelte Fehlersuch nach dem Defekt an der Atlas: Tank abmontieren, Kerzenstecker von links nach rechts und wieder nach links. Bald lief der rechte Zylinder nicht, bald streikte der linke. Kerzen raus und rein, Tank wieder drauf. Alle Testläufe erfolglos. Markus versuchte krampfhaft, aber vergeblich, die Akteure dazu zu bringen, die Sache systematisch und analytisch anzugehen. Jeder sagte etwas anderes, was zu tun sei. Schliesslich war das Nachtessen angesagt und gegen Mitternacht die Nachtruhe. Nach dem Morgenessen ging es weiter mit den Defekten: Giorgios Corsa musste ebenfalls angeschoben werden, bei Andi Gislers 500er riss das Kupplungskabel und die Atlas von Dominik zickte immer noch. Die Reise ging dann durch den Jura ins Matzendörfertal, genau genommen in das Bergrestaurant «Untere Tannmatt», wo das Mittagessen wartete. Die Gruppe Arwed, Rolf, Andi Gisler und Thomas fuhren nach Oberdorf, wo Thomas der 500er mit einem passenden Nippel fürs Kupplungskabel aushelfen konnte. So konnte Andi getriebeschonend nach Hause fahren. Die angeschlagene Atlas von Dominik schaffte den Heimweg leider nicht mehr ganz aus eigener Kraft, sie musste das letzte Stück auf dem Hänger nach Hause gefahren werden.

Vielen Dank an Andy Weber und Anita für die gute Organisation dieser schönen Ausfahrt, die sicher etwas weniger ereignisreich geplant war! Aber sonst hätte man ja nichts zu erzählen, gell Markus!


Publiziert am Montag, 12. Oktober 2026